Quo vadis Krankenverischerung?
Ein ziemlich abgedroschener Spruch lautet: “Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob er nicht noch was Besseres findet.” Was eigentlich als Binsenweisheit bei der Partnerwahl gedacht war, trifft auch auf private Krankenkassen zu. Während die effektiven Leistungsunterschiede für gesetzlich Versicherte sich in einem noch recht überschaubaren Rahmen bewegen, sieht es bei der privaten Krankenversicherung ganz anders aus.
Ein Dschungel an Anbietern und Tarifen, regelmäßige Überlegungen aus der Politik, wie man die verführerischen und prall gefüllten Geldtöpfe zum Wohle der Solidargemeinschaft anzapfen könnte, die Verunsicherung bei vielen potentiellen Kunden für die privaten Versicherer ist teils hoch.
Hinzu kommen Details wie Familienplanung, Beitragsentwicklung im Alter und andere entscheidende Punkte, die beim Abschluss abseits der eher vordergründigen Fragen, wie Selbstbeteiligung und Leistungsumfang, bedacht werden sollten. Gerade für junge Gutverdiener, für die die PKV oft im Vergleich zur GKV besonders attraktiv ist keine leichte Aufgabe. Hier gibt es zum Glück Krankenkassen Vergleichsportale, die einem zumindest beim Vergleich der unterschiedlichen Tarifmodelle unter die Arme greifen können.
Da die Wahl der privaten Krankenversicherung meist eine Wahl für’s Leben ist, sollte man es beim Vergleichen nicht übereilen, viele Fragen stellen und auch Onlinevergleiche bemühen. So nett der Vermittler im Agenturbüro der Versicherung vor Ort nämlich sein mag, er ist in der Regel an seine eigene Gesellschaft gebunden, und die muss im Einzelfall weder die günstigste, noch die beste sein.
Wohin das Gesundheitssystem in den nächsten Jahrzehnten auch steuert, fest steht, daß medizinische Leistungen nicht billiger werden und die Qualität der Versorgung über die gesetzlichen Krankenkassen mit Sicherheit nicht besser werden wird.